Wie ich Qualität bei CBD sicherstelle: ein Blick in mein Labor

Heute nehme ich dich mit in mein Labor. Nicht im Sinne eines Marketing-Rundgangs, sondern als ehrliche Erklärung, wie bei mir ein CBD-Produkt entsteht. Vom Rohstoff bis zur Flasche, mit allem, was dazwischen passiert.

Wenn man Qualität ernst meint, fängt sie nicht beim Etikett an, sondern beim ersten Anruf mit dem Rohstoff-Lieferanten. Ich erzähle dir, was ich tue, was ich nicht tue, und warum es bei uns so abläuft, wie es abläuft. Wer mich kennt, weiß auch warum mir das so wichtig ist. Wer es noch nicht weiß: die Geschichte dazu findest du auf unserer Über-uns-Seite.

Das Wichtigste in Kürze

  • Qualität bei CBD-Öl ist kein Marketing-Versprechen, sondern eine Kette von Entscheidungen: Rohstoff, Labor, Herstellung, Analyse.
  • Wir sind nicht GMP-zertifiziert (das ist ein offizieller Pharma-Standard mit enormem Aufwand), aber ich arbeite seit Jahren nach den Hygiene- und Reinheits-Prinzipien, die ich aus meiner Zeit als Gebäudereinigungsmeister kenne.
  • Mein Labor ist epoxid-beschichtet, klimatisiert, mit kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Beim Betreten geht man über eine Schmutzmatte, jeder Raum ist sauber abgegrenzt.
  • Jeder Rohstoff wird auf Cannabinoide, Schwermetalle und Lösungsmittel-Rückstände geprüft, bevor er ins Sortiment kommt. Jede Charge wird vor dem Verkauf nochmal getestet.
  • Du als Kunde kannst die Analyse-Zertifikate per QR-Code auf jeder Flasche einsehen. Nichts versteckt, nichts geschönt.

Wo Qualität wirklich beginnt: beim Rohstoff

Ich sage es immer so: man kann aus schlechtem Rohstoff kein gutes Produkt machen. Egal wie sauber das Labor ist, egal wie schön die Flasche aussieht, wenn der Ausgangsstoff nicht stimmt, ist alles andere danach umsonst.

Bei mir kommt der Rohstoff von Produzenten, die nach Pharma-Standard arbeiten. Das ist eine Schicht, die viele in der Branche überspringen, weil sie teurer ist. Solche Produzenten arbeiten in geschlossenen Anlagen, mit kontrolliertem Klima, mit dokumentierten Abläufen. Wenn ich aus einer neuen Charge eine Probe bekomme, bevor ich überhaupt darüber nachdenke, ob ich sie kaufe, dann gehe ich folgende Punkte durch:

  • Schwermetalle. Hanf ist eine Pflanze, die Stoffe aus dem Boden besonders gut aufnimmt. Das ist im Naturschutz nützlich (Hanf wird teilweise zur Bodensanierung verwendet), aber für Konsumprodukte ein Risiko. Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Arsen darf ein gutes CBD-Öl nicht enthalten. Das wird im Labor mit Spektroskopie geprüft.
  • Cannabinoid-Profil. Wie hoch ist der CBD-Gehalt wirklich? Welche anderen Cannabinoide sind drin? Wie viel THC? Ein Vollspektrum-Öl lebt davon, dass das Profil rund ist, nicht nur dass eine Zahl auf dem Etikett stimmt.
  • Lösungsmittel-Rückstände. Wenn bei der Extraktion mit Alkohol oder anderen Lösungsmitteln gearbeitet wurde, müssen die Rückstände unter den Grenzwerten liegen. Ich bevorzuge CO2-Extraktion, weil dabei keine fremden Substanzen ins Produkt kommen.
  • Mikrobiologische Reinheit. Keime, Schimmel, Hefen. Ein Pflanzen-Rohstoff kann das alles mitbringen. Bei einem guten Produzenten ist das durch die Verarbeitung ausgeschlossen.

Wenn die Analyse passt, kommt noch ein zweiter Schritt, den viele nicht machen: ich teste den Rohstoff im echten Produkt. Konkret heißt das, ich vermische ihn mit dem Trägeröl und beobachte über mehrere Tage, ob sich Kristalle bilden. Manche CBD-Rohstoffe sehen am Anfang gut aus, fangen aber nach ein paar Tagen an, sich aus der Lösung herauszufällen. Das nennt man Rekristallisation. Ein Produkt, das das tut, ist im Glas später nicht mehr homogen. Die Dosierung wird unzuverlässig. Wer so etwas verkauft, hat dem Kunden schon beim Einlassen ein Problem mit auf den Weg gegeben.

Erst wenn alle diese Schritte passen, kommt ein Rohstoff bei mir ins Sortiment. Bis dahin ist viel schon aussortiert.

Mein Labor: warum Hygiene mehr ist als ein Saubermach-Tag

Hier muss ich kurz etwas Persönliches sagen. Bevor ich CBD-Hersteller wurde, war ich viele Jahre lang Gebäudereinigungsmeister. Mein gesamter beruflicher Hintergrund ist Hygiene, Desinfektion, kontrollierte Reinigung. Das prägt. Und es ist auch der Grund, warum mein Labor so aussieht, wie es aussieht.

Der Boden im Labor ist epoxid-beschichtet, ein durchgehender Belag, in dem sich nichts festsetzen kann. Du könntest theoretisch Wasser hineinfüllen, und es würde dort einfach stehen bleiben. Es gibt keine Fugen, keine offenen Übergänge, keine Stellen, an denen sich Schmutz oder Mikroorganismen sammeln können.

Wer eintritt, geht zuerst über eine Schmutzmatte. Danach kommt man in den ersten Raum, das ist der Verpackungsraum. Auch hier ist alles beschichtet, alles auf Reinigbarkeit ausgelegt. Dann führt eine separate Tür in den eigentlichen Laborraum. Dort ist alles weiß, die Einrichtung, die Wände, die Arbeitsflächen. Alles wird vor jeder Arbeitsphase desinfiziert.

Das Labor selbst ist klimatisiert, weil Temperatur und Luftfeuchtigkeit einen Einfluss auf die Verarbeitung haben. Es ist abgedunkelt, weil Licht (besonders UV) Cannabinoide angreifen kann. Stattdessen arbeite ich mit einem Speziallicht, das im sichtbaren Bereich ausreichend hell ist, aber die empfindlichen Wirkstoffe nicht beeinträchtigt.

Das alles klingt nach viel Aufwand, und das ist es auch. Aber ich bin überzeugt: wenn man saubere Produkte machen will, ist Sauberkeit nicht ein Punkt auf einer Checkliste, sondern eine Grundhaltung.

Was im Labor passiert: vom Rohstoff zur Flasche

Wenn ein geprüfter Rohstoff bei mir eingegangen ist und die Tests bestanden hat, beginnt die eigentliche Herstellung. Der Rohstoff wird mit dem Trägeröl in einer genau berechneten Mischung verarbeitet. Bei uns ist das Trägeröl meist hochwertiges Hanfsamenöl oder MCT-Öl aus Kokosnuss, beide in Bio-Qualität und mit nachgewiesener Herkunft.

Hände in Handschuhen halten ein Laborbecherglas mit CBD-Öl, daneben eine Glaspipette für die Messung
Im Labor wird das Öl mit dem Trägeröl in genau berechneter Mischung verarbeitet. Jede Charge wird vor und nach der Mischung geprüft.

Während der Verarbeitung wird die Temperatur kontrolliert. CBD und andere Cannabinoide sind hitzeempfindlich. Wer zu schnell oder zu heiß arbeitet, verliert Wirkstoffe und bekommt im Ergebnis nicht das, was die Analyse vorher vorausgesagt hat. Ich nehme mir die Zeit, die nötig ist, und arbeite mit Geräten, die mir das genaue Temperatur-Profil zeigen.

Wenn die Charge fertig gemischt ist, kommt der zweite Test. Nicht der Rohstoff, sondern das fertige Produkt geht ins externe Labor. Dort wird nochmal überprüft, ob die deklarierten Werte auch tatsächlich im Glas sind. Diese zweite Analyse ist die, die du später als QR-Code auf der Flasche findest. Wir veröffentlichen sie für jede Charge.

Abfüll-Anlage aus Edelstahl mit gelbem Schlauch, eine Hand in Handschuh hält eine kleine Glasflasche zum Befüllen, daneben ein Becherglas mit konzentriertem Öl und bereits gefüllte Flaschen
Nach Mischung und zweitem Labor-Test wird das Öl in die fertigen Flaschen abgefüllt. Jede Flasche bekommt anschließend ihr Etikett mit Charge-Nummer und QR-Code zur Analyse.

Warum ich keine Wunder verspreche

Das ist mir besonders wichtig. Auch das beste CBD-Öl, perfekt produziert, in der reinsten Form, wirkt nicht bei jedem Menschen gleich. Das hat mit den körpereigenen Regulationssystemen zu tun, die bei jedem unterschiedlich aufgestellt sind. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, hat Leonie einen eigenen Artikel zur Wirkung von CBD geschrieben.

Was ich aber garantieren kann: bei einem PuraMed-Produkt weißt du, was drin ist. Du bekommst die Menge, die auf dem Etikett steht. Du bekommst keine Schadstoffe. Du bekommst ein konsistentes Produkt von Charge zu Charge. Das ist nicht selbstverständlich in unserer Branche, und es ist das, wofür wir stehen.

Was du als Konsument aus diesem Artikel mitnehmen kannst

Wenn du irgendwo CBD kaufst, egal bei wem, dann achte auf drei Sachen:

  1. Transparente Herkunft. Ein seriöser Hersteller sagt dir klar, woher der Rohstoff kommt und wer ihn produziert. Wer sich windet oder allgemeine Floskeln nutzt, hat oft etwas zu verbergen.
  2. Aktuelles Analyse-Zertifikat. Es sollte für die konkrete Charge sein, die du kaufst, nicht ein altes Sammeldokument. Am besten als QR-Code auf der Flasche, dann ist es sofort prüfbar.
  3. Konkrete Angaben statt vager Versprechen. CBD-Gehalt in Milligramm, Trägeröl mit Herkunft, Cannabinoid-Spektrum erkennbar. Wer nur "Premium Vollspektrum 1000mg" auf das Etikett schreibt, ohne Details, hat oft wenig Substanz dahinter.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, woran du einen guten Hersteller erkennst, lies auch unseren Artikel "Woran erkennt man einen guten CBD-Hersteller". Dort gehen wir die wichtigsten Punkte als Checkliste durch.

Wenn du Fragen hast zu einem unserer Produkte, zu unserer Produktion, oder zu CBD allgemein, dann melde dich. Bei uns ist die Beratung noch persönlich. Meine Tochter Leonie oder ich antworten selbst.

Dein Thomas

  1. Bonn-Miller, M. O., Loflin, M. J. E., Thomas, B. F., Marcu, J. P., Hyke, T., & Vandrey, R. (2017). Labeling Accuracy of Cannabidiol Extracts Sold Online. JAMA, 318(17), 1708-1709. doi.org/10.1001/jama.2017.11909
  2. European Medicines Agency (EMA). Guidelines on Good Manufacturing Practice (GMP). Offizielle EU-Richtlinien zur Herstellungspraxis für Arzneimittel. ema.europa.eu/good-manufacturing-practice
  3. World Health Organization Expert Committee on Drug Dependence (2018). Cannabidiol (CBD): Critical Review Report. Geneva, 4-7 June 2018. who.int/Cannabidiol Critical Review Report
Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar